Graue Tage

Es ist okay eine weiße Wand zu sehen, das Brett vorm Kopf nicht auszustehen;
Genervt zu sein von Schreibblockade und dem Beginn der Fastenzeit ohne Schokolade.

Der Wind pfeift seit schierlos endlosen Tagen durch die Straßen
Grau in tausend Schattierungen prägt diese Wochen über alle Maßen.

Wenn am Morgen mit dem Klingeln des Weckers der Tag beginnt
und schon beim ersten Augenaufschlag alle Träume und Hoffnung durch die Finger rinnt.

Es ist okay nicht mehr wollen zu müssen, müssen zu wollen;
nicht mehr dürfen zu machen oder wenn einem zum Weinen zu Mute ist zu lachen.

Es darf auch mal nicht gut sein
im Sturm tausend Gedanken schreien,
von den vielen Gefühlen hin- und hergerissen
Wie geht es dir? – Danke, mir geht es beschissen.

Und deswegen nicht in Panik auszubrechen und anzuklagen
Was stimmt nicht mit mir? Mit dir? Mit der Welt, die keine Versprechen hält – wie viel soll ich noch ertragen?

Doch alles ist gut. Vielleicht nicht gut,
aber es ist okay, wenn die Lebenslust mal ruht.
Denn immerhin bestimm immer noch ich,
wie mein Leben lebenswert ist und nicht, ob ich das denken und fühlen darf.
Denn die Gedanken und Gefühle sind ja trotzdem da.

So sind diese Tage und Wochen eben grau
und ich setze mich nicht unter Druck, denn ich weiß ganz genau,
die Farben, der Duft, die Liebe, die Leichtigkeit kommen nur aus mir selbst heraus und so atme ich weiter ein und ich atme aus.

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